Katastrophen-Aktienradar
Naturgefahren, Kriege, Sanktionen, Zölle, Regierungswechsel, Schulden- und Bankenkrisen, Subventionen und disruptive Technologien: welche Aktien unter Druck geraten könnten.
Werte als Tabelle
| Aktie | Branche | Stufe | Erw. Rückgang* | Haupttreiber |
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* Modell-Schätzung für die nächsten Tage bis Wochen, relativ zum Markt. Zeile anklicken für alle Treiber.
| Aktie | Branche | Erw. Anstieg* | Treiber |
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* Firmen, die historisch oft profitieren: Wiederaufbau, Notstrom, Rüstung, Öl bei Nahost-Konflikten, Gold in Krisen, neue Subventionen, Gewinner von Technologiesprüngen.
Für Ereignisse mit festem Termin oder einer Vorwarnung, etwa Wahltermine, Zoll-Fristen, Haushaltsabstimmungen, Sanktionspakete oder Produkt-Launches. Aktive Szenarien fließen ins Ranking ein. Mit „nur Szenarien rechnen“ oben siehst du die reine Was-wäre-wenn-Wirkung.
Deine Szenarien
Der Morgen-Agent hält für jede Warnung ab Stufe Mittel den Startkurs auf ProRealTime fest. Nach 1, 5 und 10 Handelstagen vergleicht er die Aktie mit ihrem Vergleichsindex. Treffer = die Aktie lief in die vorhergesagte Richtung schlechter bzw. besser als der Index.
Die 1.000 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt (aus Börsen Top 1000), verbunden mit dem Radar: Radar zeigt die Bewertung für Firmen, die im Radar-Modell erfasst sind. Lage im Heimatland zeigt für alle 1.000, welche Kriege, Krisen oder Katastrophen im Land des Firmensitzes gerade aktiv sind.
| Rang | Unternehmen | Land | Börsenwert | Kurs ($) | Radar | Lage im Heimatland |
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Wie wahrscheinlich sind Extremereignisse an einem Ort, heute und um 2040? Berechnet mit Klimamodellen. Nützlich, um Standorte von Firmen, Werken oder Immobilien einzuschätzen.
Auch Koordinaten möglich: 52.52, 13.40
2 bis 6 Orte hinzufügen, dann „Vergleichen“ klicken. Bereits berechnete Orte werden nicht neu geladen.
Prüft 16 bis 18 Städte des Kontinents aus allen Klimazonen und sortiert sie nach einer Sicherheitsnote (0–100, höher = sicherer). Der kostenlose Datendienst schafft etwa einen Ort pro Minute, die Suche kann also eine Weile laufen. Der Fortschritt wird gespeichert; du kannst pausieren und später fortsetzen. Ein Klick auf einen Ort zeigt alle Details.
Wie wird die Sicherheitsnote berechnet?
Jeder Ort startet mit 100 Punkten. Abgezogen werden bis zu 50 Punkte für Veränderung, also wie viel häufiger die örtlichen 10-jährlichen Extreme um 2040 werden (Gewichte: Hitze 10, Dürre 10, Starkregen 8, Waldbrand-Wetter 8, mehrtägiger Regen 7, Sturm 5, Kälte 2), und bis zu 50 Punkte für absolute Belastung: heißeste 3 Tage über 30 °C (bis 15), Waldbrand-Wetter-Tage (bis 10), Wasserdefizit in Trockenzeiten (bis 10), sehr starker Tagesregen (bis 8), Spitzenwind (bis 4). Orte unter 10 m Höhe verlieren 3 Punkte wegen des Meeresspiegelanstiegs.
Die Note bewertet nur Klimagefahren. Erdbeben, Vulkane, Tsunamis, Wasserversorgung, Politik oder Infrastruktur fließen nicht ein. Die Gewichte sind eine nachvollziehbare Setzung, keine wissenschaftliche Norm.
Wie wird gerechnet?
Datenquelle: CMIP6-Klimamodelle (HighResMIP) über die freie Open-Meteo-Klima-API. Im Modus „Schnell“ wird ein Modell (MRI-AGCM3-2-S) genutzt, im Modus „Genau“ drei Modelle zusammen (zusätzlich EC-Earth3P-HR, MPI-ESM1-2-XR), um Zufallsschwankungen eines einzelnen Modells zu glätten. „Genau“ verbraucht dreimal so viel vom kostenlosen Kontingent des Datendienstes; bei mehreren Orten kurz hintereinander kann eine Wartezeit nötig werden.
Für jede Gefahr wird pro Jahr ein Kennwert gebildet (z. B. die heißeste 3-Tage-Periode). Aus dem Referenzzeitraum 1991–2010 wird das „10-jährliche Ereignis“ bestimmt, also ein Extrem, das damals mit 10 % Wahrscheinlichkeit pro Jahr auftrat. Dann wird gezählt, wie oft dieses Extrem im Zeitraum 2031–2050 erreicht oder übertroffen wird. Das Ergebnis ist die neue jährliche Wahrscheinlichkeit.
Grenzen: Globale Modelle (~20–50 km Raster) erfassen lokale Effekte wie Gebirge, Städte oder Flussläufe nur grob. Meeresspiegel, Flusshochwasser und Wirbelstürme werden nicht direkt simuliert. Die Ergebnisse sind Abschätzungen zur Orientierung, keine amtliche Risikobewertung.
Typischer Kursrückgang je Risikotyp (%)
So stark bewegt sich eine voll betroffene, voll empfindliche Aktie im Modell bei einem Ereignis höchster Stufe.
Unternehmens-Datenbank (JSON)
t Ticker · n Name · s Branche ·
c Länder-Abhängigkeit (ISO3 → 0…1, "*" = jede Region) ·
cx abweichende Länder je Risikotyp (z. B. {"WAR":{"TWN":.8}}) ·
st US-Bundesstaaten · h Empfindlichkeit je Risikotyp (−1…1, negativ = profitiert).
Datenquellen
- Natur: GDACS (UN/EU-Warnsystem, weltweit), US National Weather Service, NOAA SWPC (Sonnenstürme).
- Politik & Finanzen: Wikipedia „Current events“ der letzten 10 Tage, ein kuratiertes Tagesprotokoll mit Quellen. Jede Meldung wird per Stichwort einem Risikotyp zugeordnet: Krieg, Sanktionen, Zölle, Regierungswechsel/Wahl/Putsch, Staatsschulden, Banken-/Finanzkrise, Subventionen, Regulierung/Verstaatlichung. Die betroffenen Länder werden aus dem Text erkannt.
- Reuters und AP News: Schlagzeilen der letzten 10 Tage zu Kriegen, Sanktionen, Zöllen, Wahlen, Schulden, Banken, Subventionen und Technologie. Sie werden zusammen mit Wikipedia ausgewertet. Jede Agentur-Schlagzeile zählt dabei halb, weil Agenturen über eine Geschichte oft mehrfach berichten. Abgerufen über die öffentliche Google-News-Suche durch
nachrichten-abrufen.ps1, viermal täglich (2:30, 8:30, 14:30, 20:30 Uhr) über die Windows-Aufgabe „Aktienradar Datenabruf“ oder jederzeit von Hand. - EU (Kommission und Rat der EU): offizielle Pressemitteilungen, zum Beispiel zu Sanktionspaketen, Zöllen, Beihilfen und Regulierung. Gezählt werden die Drittländer, die sie nennen. EU-weite Regeln ohne Drittland wirken auf die EU-Mitgliedsländer. Jede Meldung zählt halb.
- China (Regierung, english.www.gov.cn): Meldungen des chinesischen Staatsrats, etwa zu Exportkontrollen, Zöllen, Subventionen, Regulierung und Konjunktur. Sie kommen über die Startseite und die Google-News-Suche. Nennt eine Meldung kein anderes Land, zählt sie für China. Jede Meldung zählt halb. Es ist eine Regierungsquelle: Sie zeigt, was Peking ankündigt, nicht unabhängige Berichterstattung.
- Tech-Insider und inside digital: deutsche Tech-Nachrichten aus den RSS-Feeds der beiden Seiten, vor allem für Tech-Krisen: Cyberangriffe und Datenlecks, Chip- und Lieferengpässe, dazu KI, Satelliten-Internet und Solar/Speicher. Sie zählen wie Agentur-Schlagzeilen halb.
- PDC (Pacific Disaster Center): weltweite aktive Gefahrenmeldungen (Fluten, Waldbrände, Vulkane, Stürme, Dürre, Hitze und Kälte), zusammengefasst pro Gefahrenart und Land. Warnung = 0,6, Vorwarnung = 0,35, Hinweis = 0,2.
- EMSC (Europäisch-Mediterranes Seismologisches Zentrum): Erdbeben ab Magnitude 5,5 der letzten 3 Tage, oft schneller gemeldet als bei anderen Diensten. Die Stärke im Modell steigt mit der Magnitude, tiefe Beben zählen weniger.
- PDC und EMSC ergänzen GDACS: Meldet GDACS dieselbe Gefahrenart im selben Land schon, zählen sie nicht noch einmal. Ist GDACS zu langsam, nutzt das Radar den letzten gespeicherten GDACS-Stand (bis 3 Tage alt).
- Yahoo Finance: drei Signale. Marktstress aus dem Angst-Index VIX (ab etwa 18 erhöht, über 30 Krise) wirkt wie eine weltweite Finanzkrise auf Banken und Gold. Ölpreis-Schock aus Brent (starker Anstieg in 5 oder 20 Handelstagen) belastet Airlines, Kreuzfahrt, Tourismus, Chemie und Logistik und stärkt Ölförderer; ein Einbruch wirkt umgekehrt. Unternehmensmeldungen: Nennt eine Schlagzeile von Yahoo Finance, Reuters oder AP der letzten 7 Tage eine Radar-Firma zusammen mit Herabstufung, Insolvenz, Klage, Rückruf, Gewinnwarnung oder Kurssturz, belastet das genau diese Firma; Hochstufung, angehobene Prognose oder Rekordzahlen begünstigen sie. Dazu fließen Yahoo-Schlagzeilen wie Reuters und AP in die Lagen ein.
- Gold und Silber: Tagesschlusskurse der COMEX-Futures (Yahoo Finance, ein Jahr) über
nachrichten-abrufen.ps1, dazu der Spotkurs live von gold-api.com. - Technologie: Wie oft Generative KI, Abnehmspritzen, Robotaxis, Solar + Speicher und Satelliten-Internet in den letzten 7 Tagen auf Hacker News vorkamen, verglichen mit den 4 Wochen davor. Dazu kommen Wikipedia-Meldungen zum Thema.
- Szenarien: deine eigenen Annahmen für angekündigte Ereignisse.
Berechnung
- Stärke je Lage (0…1).
- Natur: Warnstufe und Windstärke.
- Politik: Anzahl und Aktualität der Meldungen je Risikotyp und Land, multipliziert mit dem Neuigkeitsfaktor (Meldungen der letzten 3 Tage gegenüber den 7 Tagen davor). Ein seit Monaten laufender Krieg zählt deshalb weniger als eine plötzliche Eskalation, weil er längst eingepreist ist.
- Schuldenthemen werden mit der Staatsschuldenquote des Landes gewichtet.
- Technologie: Grundwert 0,15 für den laufenden Strukturwandel, plus Beschleunigung der Berichterstattung.
- Betroffenheit je Firma: Länder-Gewichte. In den USA sind Naturgefahren genauer über Bundesstaaten erfasst, Technologie-Trends wirken weltweit.
- Effekt = Stärke × Betroffenheit × Empfindlichkeit × typischer Rückgang. Mehrere Lagen werden als 1 − ∏(1 − Effekt) kombiniert. Weltweite Effekte (z. B. Rüstung bei Kriegen) zählen nur mit der stärksten Lage, damit viele kleine Konflikte nicht aufaddiert werden.
- Stufe: Hoch ab 8 %, Mittel ab 3 %, Niedrig ab 0,5 %.
Grenzen
- Die Stichwort-Erkennung ist einfach. Eine Meldung über einen beendeten Konflikt kann trotzdem als „Krieg“ zählen. Die Beispielmeldungen im Reiter „Aktive Risiken“ zeigen dir, was gezählt wurde.
- Firmen-Gewichte und Empfindlichkeiten sind grobe Schätzungen, keine Bilanzdaten. Die Schuldenquoten sind Näherungswerte (Größenordnung IMF 2024).
- Erdbeben, Vulkanausbrüche, Putsche und Bankpleiten kommen oft ohne Vorwarnung. Das Tool erkennt sie erst, wenn darüber berichtet wird.
- Es werden keine Live-Kurse geladen. Über den Ticker-Link gelangst du zum aktuellen Kurs.
Historische Muster hinter den Annahmen
- Natur: Florida-Versicherer bei Hurrikanen, PG&E nach dem Camp Fire 2018, japanische und taiwanische Zulieferer bei Erdbeben, BASF beim Rhein-Niedrigwasser 2018, Airlines bei Vulkanasche 2010.
- Sanktionen & Krieg: Banken mit Russland-Geschäft (z. B. Raiffeisen) fielen 2022 stark, Rüstungswerte wie Rheinmetall stiegen deutlich. Nahost-Eskalationen treiben den Ölpreis.
- Zölle: Firmen mit Fertigung in China oder Vietnam (Apple, Nike, Best Buy) reagieren auf US-Zollankündigungen. Europäische Autobauer reagieren auf Zölle zwischen USA, EU und China.
- Schulden & Finanzkrisen: In der Euro-Krise 2011/12 gerieten italienische und französische Banken unter Druck. Nach der SVB-Pleite 2023 fielen US-Regionalbanken. Argentinische Werte schwanken stark mit Wahlen und Schuldenkrisen.
- Regierungswechsel & Regulierung: Petrobras bei politischer Einflussnahme, Alibaba bei der chinesischen Tech-Regulierung ab 2020.
- Subventionen: Solar- und Windwerte reagieren stark auf Änderungen der US-Förderung (Inflation Reduction Act und folgende Kürzungen).
- Technologie: Chegg verlor nach dem Start von ChatGPT massiv an Wert, Snack-Hersteller standen wegen GLP-1-Abnehmspritzen unter Druck, Novo Nordisk und Eli Lilly profitierten.